Weihnachtsbrief 2017 – unsere Arbeit

0116_zingstmeer

Ihnen, Ihren Lieben und Ihrem Team wünschen wir frohe Festtage, einen harmonischen Ausklang des Jahres. Wir allen freuen uns auf das Jahr 2018 als Chance zur Zusammenarbeit, Veränderung und Mitgestaltung. Bleiben Sie uns bitte gewogen. Wir tragen Sie in unseren Herzen. Herzlichst grüßt,

Ihre Karoline Preisler
vom Nachbarschaftstreff Barth, Jahresende 2017

Informationen über unsere Arbeit

Uns gibt es seit dem 4. September 2013. Unser Nachbarschaftstreff befindet sich in der Louis-Fürnberg-Straße in Barth-Süd. Seit 2017 sind wir als gemeinnützig und mildtätig anerkannt. Die Nachfrage ist groß.

Wir sind offen für jeden, bedienen uns leichter Sprache, streben Barrierefreiheit  an und finden immer mehr Unterstützende.

Demokratieentwicklung, Ehrenamt und Beratungsangebote verbinden die Menschen in Barth mit vielen Nachbarinnen und Nachbarn des Nachbarschaftstreffs. Die Gruppe des Nachbarschaftstreffs ist lebendig und bunt. Wir kommen aus allen Kulturen, Religionen und Gesellschaftsschichten. Politisch sind alle Meinungen sowie Parteien vertreten und zeigen so, dass eine Zusammenarbeit fruchtbar und unkompliziert sein kann. Wir arbeiten kontinuierlich an einem interreligiösen und interkulturellen Dialog.

Frau Dr. Angela Merkel schrieb in ihrem Grußwort anlässlich unseres 4jährigen Bestehens u.a.: Für mich ist deutlich spürbar, dass der Name „Nachbarschaftstreff“ hier gelebtes Programm ist. Eine offene Tür für alle Nachbarn, unabhängig von ihrer sozialen oder örtlichen Herkunft, Alter, Kultur oder Religion.

Wir netzwerken und packen an. Der Nachbarschaftstreff in Barth ist eine Gemeinschaft von rund 40 Helferinnen und Helfern. Der Nachbarschaftstreff ist starker Teil der Zivilgesellschaft und hilft vor Ort bei den Aufgaben im kommunalen Spannungsfeld. Unsere Heimat haben wir in einer alten Fabrikhalle gefunden.

Im Nachbarschaftstreff wird im Rahmen des Nachbarschaftstreffs gegenseitige Hilfe vermittelt. Regelmäßig öffnen wir 10 von 12 Monaten. Hilfe mit Hand und Verstand finden Bedürftige bei uns in kostenlosen Deutschkursen, in der Nähstube, Fahrradwerkstatt und in der Kleiderkammer. Wir begleiten zu Terminen beim Arzt oder zu einer Behörde, helfen im Haushalt und bei Problemen. Integration und Landeskunde haben bei uns einen hohen Stellenwert. Wir arbeiten, leben und feiern gemeinsam. Unsere Gäste sind in sozialer Bedrängnis, oft fehlen finanzielle Mittel oder Kraft zur Alltagsbewältigung. Uns ist es ein Anliegen, dass wir den Hilfesuchenden verlässliche und diskrete Beziehungen anbieten und ihnen Wertschätzung entgegenbringen.

kunst-asyl-freude

Wir arbeiten mit Maßnahmeträgern zur Qualifizierung von Menschen für den Arbeitsmarkt sowie mit Bewährungshelfern und deren Kunden zusammen. Resozialisierung, Eingliederung, Prävention  und Ertüchtigung für ein selbstbestimmtes, straffreies Leben sind uns wichtig.

In unserer Kleiderkammer verzeichnen wir pro Jahr 2000 bis 4.500 Besuche. Je nach Bedarf öffnen wir von Montag bis Samstag. In den Wintermonaten bieten wir Notdienste für Wohnungslose bzw. Opfer von Wohnungsbränden.

In unserer Fahrradwerkstatt hat aktuell Bashir Hadschi aus Syrien den Hut auf. Auch sonst arbeiten Menschen aus vielen Nationen an gespendeten Fahrradteilen. Reparierte Fahrrä­der werden dort an bedürftige BartherInnen verschenkt. Wir geben anderen die Gelegenheit, die Werkstatt für eigene Projekte zu nutzen. Aktuell suchen wir Fahrräder mit kleinen Macken, damit wir basteln können. Indem wir gebrauchte und reparierte Fahrräder an Bedürf­tige verschenken, ermöglichen wir Teilhabe.

Wir geben Deutschunterricht, Landeskunde, Hausaufga­benunterstützung sowie Unterstützung für Hilfsomis und Hilfslehrer. Wir stellen kostenlos Unterrichtsmaterial zur Verfügung, unterrichten Menschen mit und ohne Behinde­rung gemeinsam. Einheimische Analphabeten sind ebenso willkommen, wie Migranten mit Lernwunsch. Zukünftig bieten wir einen komplett barrierefreien Deutschkurs an. Hierzu nutzen wir ab Dezember 2017 einen Unterrichtsraum in der Altstadt von Barth.

barth-hilft-kurse

Ob Nähstube oder Handwerkertage. Unser Nachbar­schaftstreff vermittelt Kenntnisse, die ein selbstfinanziertes, selbständiges Leben ermöglichen. Wir lernen miteinander und voneinander. In den Schulferien bieten wir speziell für Ferienkinder Freizeitbeschäftigung an. Wir backen gemeinsam oder veranstalten Workshops, bepflanzen Blumenkübel etc. Wir unterstützen Menschen mit Behinderung. Organisie­ren Sachspenden für Pflegekinder, suchen Therapieräder usw.

Die Helferinnen und Helfer bilden sich regelmäßig weiter. Wir besuchen Weiterbildungen und veranstalten diesen auch für uns und andere Teilnehmende. Unsere Bücherklappe ermöglicht Teilhabe, kostenlosen Lesespaß und ist ein Treffpunkt für täglich bis zu 80 Menschen. Neben der Bücherklappe steht eine Kunstklappe, 24/7/kunst. Sie bringt Kunst zum Menschen und hat bereits viele schöne Ausstellungen beherbergt.

Die von uns ins Leben gerufene Aktion „Notnagel & Pausenbrot ermöglicht Nachbarschaftshilfe haut­nah. Barther Geschäfte richten eine Spendenmöglichkeit ein. Bartherinnen und Barther spenden, in dem sie ein Pro­dukt bezahlen, aber nicht selbst verbrauchen. Das bezahlte Produkt steht bedürftigen Bartherinnen und Barthern zur Verfügung.

Wir schlagen Menschen aus unserer Mitte für Auszeich­nungen vor.  Am 28.11.2013 schlugen wir aus unserer Mitte Gundula Zilm für die Auszeichnung „Frau des Jahres“ vor. Der Vorschlag wurde angenommen.

Wir feiern zusammen den Geburtstag des Grundgesetzes, Weihnachten, Frauentag und viele andere Feste. Kinder sind zu allen unseren Veranstaltungen willkommen.

Gemeinsam besuchen wir Veranstaltungen, gehen u.a. in die Barther Boddenbühne, zum Hansa-Spiel oder zu Veran­staltungen der Lebenshilfe Ostseekreis.

Wir engagieren uns bei Veranstaltungen anderer Bildungsträger o.ä., sind gerne Gast in der Landeszentrale für Politische Bildung oder leisten einen Redebeitrag zum Beispiel auf dem Podium des 101. Katholikentages im Mai 2018 zum Thema „Gewaltspiralen durchbrechen – Menschenrechte als Ressourcen des Rechtsstaats“.

Wir wurden für viele Preise nominiert und für Auszeichnungen vorgeschlagen. Einige haben wir auch erhalten. Im Jahr 2016 er­hielten wir eine Auszeichnung. Der Drei-Königs-Preis des Erz­bistums würdigte unsere Integrationsarbeit.

preisverleihung-erzbistum-berlin

Preisverleihung Erzbistum Berlin | © Frank-Thomas Nitz, Berlin

Im Jahr 2017 erhielten wir den zweiten Preis „Das liberale Rathaus“ für unseren Beitrag im Bereich der Daseinsvorsorge und Bürgernähe.

Wir arbeiten gerne für Sie, mit Ihnen, für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern. Wir danken Ihnen herzlich für jede Unterstützung und freuen uns auf das neue Jahr mit neuen Projekten. Ihr Notgroschen sucht noch ein Zuhause? Wir lindern Not und freuen uns auf Ihre Zuwendung unter: IBAN DE22150505000102045135. Eine Spendenbescheinigung ist bei Adressangabe im Verwendungszweck jederzeit möglich.

Herzlichen Dank.

Der Weihnachtsbrief zum Nachlesen und Ausdrucken im pdf-Format.